OWASP steht für Open Worldwide Application Security Project. Es ist eine offene, gemeinnützige Sicherheits-Community, die frei zugängliche Leitfäden, Standards und Prüfmethoden für sichere Webanwendungen bereitstellt. Besonders bekannt ist die OWASP Top 10, eine regelmäßig aktualisierte Übersicht der wichtigsten Sicherheitsrisiken für Webanwendungen. Laut OWASP ist die aktuell veröffentlichte Version die OWASP Top 10:2025 (Stand Juni 2026).
Im Kontext von Websites und WordPress hilft OWASP dabei, typische Schwachstellen systematisch zu erkennen und zu beheben. Dazu gehören zum Beispiel unsichere Logins, fehlerhafte Rechtevergabe, veraltete Plugins, unsichere Konfigurationen, mangelhafte Eingabeprüfung, schwache Passwörter oder fehlende Schutzmechanismen gegen Angriffe. Für WordPress bedeutet das praktisch: Core, Themes und Plugins aktuell halten, Benutzerrechte begrenzen, Admin-Zugänge absichern, Formulare prüfen, Backups einrichten, Sicherheitsheader setzen und unnötige Angriffsflächen reduzieren.
Bei Security-Audits dient OWASP als strukturierter Prüfrahmen. Eine Website wird nicht nur oberflächlich gescannt, sondern anhand bekannter Risikokategorien bewertet: Gibt es veraltete Komponenten? Sind sensible Daten ausreichend geschützt? Können Nutzer unbefugt auf Inhalte zugreifen? Ist die Konfiguration des Servers oder CMS unsicher? Der OWASP Web Security Testing Guide bietet dafür Best Practices und ein Framework, das weltweit von Organisationen und Penetration-Testern genutzt wird.
Bei Penetration-Tests wird OWASP genutzt, um Angriffe kontrolliert und nachvollziehbar zu simulieren. Ziel ist nicht, Schaden anzurichten, sondern Sicherheitslücken vor echten Angreifern zu finden. Ein Tester prüft beispielsweise, ob Login-Formulare, Upload-Funktionen, Kontaktformulare, REST-API-Endpunkte, Benutzerrollen oder Plugin-Funktionen missbraucht werden können. Die Ergebnisse werden dokumentiert, priorisiert und in konkrete Verbesserungsmaßnahmen übersetzt.












